Verfügbarkeit
Die Kälteversorgung läuft im Dauerbetrieb. Maßgeblich ist, dass die zulässigen Betriebsbedingungen der IT jederzeit eingehalten werden – auch bei Wartung, Lastwechsel und im Störfall.
Planung, Anlagenbau und Service aus einer Hand
KSI Kältetechnik errichtet zentrale Kälteanlagen für Rechenzentren – im Megawattbereich, mit natürlichen Kältemitteln, redundant ausgelegt und auf Dauerbetrieb ausgelegt. Von der ersten Auslegung über den Anlagenbau bis zur Wartung mit 24/7-Bereitschaft.
Wir übernehmen den Neubau der Kältezentrale, die nächste Ausbaustufe im laufenden Betrieb und die energetische Sanierung bestehender Anlagen. Am Standort München haben wir die Zentralkühlung eines Rechenzentrums saniert, ohne die IT-Infrastruktur abzuschalten.
Die Entscheidungen, die den Betrieb über die gesamte Anlagenlebensdauer prägen, fallen früh: bei der Kaltwassertemperatur, beim Freikühlkonzept, bei der Redundanzstruktur und beim Kältemittel. Deshalb sitzen wir am liebsten schon in der Konzeptphase mit am Tisch.
Vier Anforderungen
Die Kälteversorgung läuft im Dauerbetrieb. Maßgeblich ist, dass die zulässigen Betriebsbedingungen der IT jederzeit eingehalten werden – auch bei Wartung, Lastwechsel und im Störfall.
Sie entsteht erst, wenn sie durchgängig ist: über Kälteerzeuger, Pumpen, Hydraulik und Regelung hinweg. Ein zweiter Chiller nützt wenig, wenn die Verteilung einsträngig gebaut ist.
Der Anteil der Kühlung am Gesamtstromverbrauch wird zu einer Größe, die belegt werden muss. Kaltwassertemperatur und Freikühlkonzept entscheiden mit, welche Werte ein Standort überhaupt erreichen kann.
Rechenzentren wachsen in Ausbaustufen. Die Grundstruktur aus Erzeugung, Hydraulik und Regelung sollte weitere Stufen aufnehmen können, ohne dass der laufende Betrieb angefasst werden muss.
Was wir dafür einsetzen
In Ausschreibungen tauchen „Rechenzentrum-Klimatisierung" und „Rechenzentrum-Kühlung" oft in einem Atemzug auf. Für die Planung lohnt die Trennung: Die Kälteerzeugung stellt Kaltwasser bereit, die Klimatisierung bringt diese Kälte an die Hardware. Beide Seiten müssen aufeinander abgestimmt sein.
Chiller, Rückkühler, Pumpen und Hydraulik als ein System ausgelegt, mit definierten Lastzonen und übergeordneter Regelung. Ab dieser Größe entscheidet die Anlagenstruktur über den Energieverbrauch, nicht mehr die Gerätewahl.
Bei niedrigen Außentemperaturen führt die Außenluft die Wärme ab, der Verdichter läuft weniger oder steht. Eine Regelung, die nur zwischen zwei Betriebsarten umschaltet, lässt den Mischbereich ungenutzt – sinnvoll ist ein gleitender Übergang entlang der aktuellen IT-Last.
Die abgeführte Wärme lässt sich nutzen, statt sie vollständig an die Umgebung abzugeben. Dafür braucht es einen Abnehmer und ein passendes Temperaturniveau – beides gehört früh in die Konzeption.
Propan (R290) hat sich in diesem Umfeld etabliert: hohe Wirkungsgrade auch bei den höheren Vorlauftemperaturen, die Freikühlung und Wärmerückgewinnung brauchen, und kein Risiko aus der Verknappung synthetischer Kältemittel über die Anlagenlebensdauer.
Zähler und Sensorik auf der Kälteseite gehören ins Konzept, nicht in die Nachrüstung. Ohne sie lässt sich weder optimieren noch etwas nachweisen. Über gesicherten Fernzugriff sind Betriebszustände jederzeit einsehbar.
Bestandsrechenzentren lassen sich sanieren, ohne die IT abzuschalten: neue Technikzentrale parallel errichten, erst danach einbinden. Das verlangt ein Übergangskonzept, das zu Beginn steht.
Aus der Praxis
Für die NorthC Datacenters GmbH hat KSI am Standort München den ersten Ausbauschritt der Zentralkühlung realisiert – als energetische Sanierung im laufenden Rechenzentrumsbetrieb, ohne Unterbrechung der bestehenden IT-Infrastruktur.
Damit Sie wissen, ob wir zueinander passen
Wir arbeiten dort, wo eine eigene Kältezentrale gebaut wird: zentrale Kälteerzeugung, Kaltwassernetz, definierte Lastzonen und übergeordnete Regelung. Typischerweise im drei- bis vierstelligen Kilowattbereich, mit Redundanzanforderung und Ausbaustufen über die Jahre.
Für einen einzelnen Serverraum mit Splitgerät sind wir der falsche Partner. Sobald ein Kaltwassernetz, Redundanz oder eine Effizienzanforderung im Spiel ist, sind wir es nicht mehr.
Zum Weiterlesen
Der Unterschied zwischen Serverraum und Rechenzentrum, die Rolle der Kaltwassertemperatur, was das Energieeffizienzgesetz für die Kältetechnik bedeutet und sieben Fragen, an denen sich eine belastbare Auslegung erkennen lässt: Das steht ausführlich in unserem Fachbeitrag.
Fachbeitrag lesenWir sehen uns Lastprofil, Bestand und Standortbedingungen an und entwickeln daraus ein Konzept, das zum Betrieb passt – mit belastbaren Annahmen zu Freikühlung, Redundanz und Effizienz.
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