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Natürliche
Kältemittel

Der zukunftssichere Weg

Warum die Industrie auf natürliche Kältemittel umsteigt

Natürliche Kältemittel wie CO₂, Ammoniak und Propan gewinnen in der industriellen Kältetechnik rasant an Bedeutung. Der Grund liegt in ihrem sehr niedrigen oder nicht vorhandenen Treibhauspotenzial (GWP) – und in der europäischen F-Gas-Verordnung, die klimaschädliche synthetische Kältemittel (F-Gase / HFKW) immer stärker einschränkt.

Wer heute eine Kälteanlage plant oder modernisiert, trifft mit natürlichen Kältemitteln eine investitionssichere und umweltfreundliche Entscheidung: unabhängig von schrumpfenden HFKW-Kontingenten, mit hoher Effizienz und exzellenter Eignung für die Wärmerückgewinnung.

Die drei wichtigsten

CO₂, Ammoniak und Propan im Überblick

CO₂ (R744)

GWP 1

A1 — nicht brennbar, ungiftig

Kohlendioxid ist das Referenz-Kältemittel: sein Treibhauspotenzial (GWP) von 1 definiert die Skala. Es ist nicht brennbar und nicht giftig, arbeitet aber mit hohen Betriebsdrücken und einer hohen volumetrischen Kälteleistung.

Typische Einsatzbereiche

  • Gewerbe- und Tiefkühlung (Supermarkt, Lebensmittel)
  • Wärmerückgewinnung und Wärmepumpen
  • Rechenzentren und industrielle Prozesskälte

Ammoniak (R717)

GWP 0

B2L — giftig, schwer entzündlich

Ammoniak ist seit über hundert Jahren das effizienteste Kältemittel der Industriekälte — mit einem GWP von 0 und ohne Ozonabbaupotenzial. Da es giftig und in höheren Konzentrationen entzündlich ist, verlangt es ein durchdachtes Sicherheits- und Anlagenkonzept.

Typische Einsatzbereiche

  • Große industrielle Kälteleistungen
  • Lebensmittelproduktion und -logistik
  • Prozesskälte mit hohem Wirkungsgrad

Propan (R290)

GWP 3

A3 — brennbar, ungiftig

Propan überzeugt durch hervorragende thermodynamische Eigenschaften und einen sehr hohen Wirkungsgrad bei einem GWP von nur 3. Als brennbares Kältemittel wird es über Füllmengen-Begrenzung und ein passendes Sicherheitskonzept sicher eingesetzt.

Typische Einsatzbereiche

  • Kompakte Chiller und Kaltwassersätze
  • Wärmepumpen mit hohen Vorlauftemperaturen
  • Anlagen mit begrenztem Platzbedarf

GWP = Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, 100 Jahre; CO₂ = 1 als Referenz). Sicherheitsklassen nach ASHRAE 34 / DIN EN 378.

Die F-Gas-Verordnung treibt den Wandel

Die F-Gas-Verordnung der EU reduziert die verfügbare Menge an teilfluorierten Kältemitteln (HFKW) schrittweise und beschränkt den Einsatz von Kältemitteln mit hohem GWP in neuen Anlagen. Für Betreiber bedeutet das: steigende Preise und sinkende Verfügbarkeit synthetischer Kältemittel – bei zunehmender Rechts- und Planungsunsicherheit.

Natürliche Kältemittel sind von dieser Verknappung nicht betroffen. Sie sichern den Anlagenbetrieb langfristig ab und machen Investitionen zukunftsfest – ein zentrales Argument bereits in der Planungsphase.

Auf einen Blick

Vorteile natürlicher Kältemittel

Klimafreundlich

Sehr niedriges bis kein Treibhauspotenzial – ein direkter Beitrag zur CO₂-Reduktion.

Zukunftssicher

Unabhängig von der F-Gas-Verknappung – langfristige Verfügbarkeit und Investitionssicherheit.

Hocheffizient

Exzellente thermodynamische Eigenschaften – niedrige Betriebskosten und gute Wärmerückgewinnung.

Bewährt

Seit Jahrzehnten erprobte Technologie – mit dem passenden Sicherheitskonzept zuverlässig im Einsatz.

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